07 September 2009 ~ Kein Kommentar

Wie minimiert man das Risiko bei Geldanlagen?

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat bei vielen Leuten den Eindruck verstärkt, dass Geldanlagen oft unsicher und voller Risiken sind. Gleichzeitig zwingen die Einschnitte der Politik immer mehr zur privaten Vorsorge für das Alter. Gerade bei Altersvorsorge ist Sicherheit aber besonders wichtig, denn wer im Alter große finanzielle Verluste verkraften muss, hat schlicht nicht mehr die Zeit, sich finanzielle Polster zu schaffen.

Einige Grundregeln helfen bei der Auswahl des richtigen Produkts. Wer kurzfristige Anlagen ins Auge fasst, um zeitnah über sein Geld verfügen zu können, sollte unbedingt auf maximale Sicherheit achten. Kurzfristige Traumrenditen mögen verführerisch sein, bergen aber nicht selten Risiken im Stil eines Roulettespiels. Vernünftige Renditen ins Auge zu fassen und den Realitätssinn nicht zu verlieren, ist besonders wichtig. Das bedeutet aber auf der anderen Seite nicht, dass man den Banken Geld schenken muss. Wenn beispielsweise bei Tagesgeldanlagen die eine Bank zwei Prozent mehr als die andere zahlt, sollte man nicht zögern, die bessere Verzinsung zu wählen. Gerade inländische Tagesgeldanlagen gelten durch die Einlagensicherung als sehr sicher.

Eine langfristige Anlage von Geldern kann mit einer breiten Risikostreuung auch höhere Renditen erwirtschaften. Gerade Sparpläne mit Laufzeiten von bis zu dreißig Jahren erzielten in der Vergangenheit sehr stabile Erträge, die kaum schwankten. Bei kurzen und mittleren Fondssparplänen waren die Risiken aufgrund stärkerer Marktschwankungen größer. Dies birgt zwar die Chance auf zweistellige Renditen, gleichzeitig ist das Risiko für Verluste ebenfalls höher.

Die klassische Sparkasse erlebt dieser Tage ein Comeback. Sie stehen beim Vertrauen der Kunden besonders hoch im Kurs. Dennoch gibt es auch bei Sparkassen Anlagerisiken. Grundsätzlich sollten Anleger darauf achten, dass der Berater ihnen alle Details genau erklärt. Sind Fragen offen, sollte man sich nicht scheuen, immer wieder nachzufragen, bis man alles zu 100% verstanden hat. Ist dies nicht der Fall, ist es im Zweifelsfall besser, eine Geldanlage abzulehnen. Gerade ältere Leute fühlen manchmal geradezu eine Art Verpflichtung, einen Vertrag abzuschließen, nachdem sie die wertvolle Zeit des Bankangestellten in Anspruch genommen haben. Dieser Gedanke ist aber grundverkehrt. Es ist und bleibt das eigene Geld, und eine Beratung verpflichtet noch längst nicht zum Kauf irgendwelcher Finanzprodukte.

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben