Sinnvolle Sparmaßnahmen (Teil 2): Beim Einkaufen sparen
Sonderangebote sollen die Kundschaft in die Läden locken. Die naheliegende Annahme, durch deutlich reduzierte Preise einzelner Produkte wesentlich sparen zu können, ist häufig ein Irrtum. Zum einen ist die Verkaufspolitik der Discounter darauf ausgerichtet, dass Kunden nicht nur die preislich reduzierten Waren kaufen, sondern ihren gesamten Wocheneinkauf erledigen und dabei auch im normal- oder sogar hochpreisigen Standardsortiment zugreifen. Hand auf Herz: Wer macht sich schon die Mühe und wer hat so viel Zeit, vier, fünf oder womöglich noch mehr Läden abzuklappern und überall lediglich die reduzierten Produkte zu erstehen? Und selbst wenn einzelne Kunden Zeit und Lust haben, einen derartigen Aufwand zu betreiben – die Benzinkosten, die durch die Fahrten entstehen, dürften einen Teil der Einsparung sofort wieder zunichte machen.
Zum anderen verlocken viele Sonderangebote lediglich zum vermehrten Verbrauch. Der Kauf besonders günstiger Schokolade, preislich reduzierter Weine oder leckerer Käsesorten führt in der Regel nicht dazu, dass diese Produkte über einen längeren Zeitraum im Haushalt bleiben. Zehn Tafeln Schokolade, die zwanzig Cent unter dem Normalpreis lag, dürfte genauso schnell aus den Vorratsschränken verschwunden sein wie fünf Tafeln zum Normalpreis. Somit hat man nichts gespart, sondern sogar mehr ausgegeben. Ähnliches gilt für Chips, Kekse und so weiter.
Ausnahmen dürften Tee, Kaffee und Toilettenartikel bilden. Auch bei Kleidung und Schuhen oder Sportartikeln lohnt es sich, zum Beispiel bei auslaufenden Modellreihen zuzugreifen. Passionierte Jogger, die in der Regel mindestens einmal im Jahr neue Laufschuhe benötigen und keinen Wert darauf legen, stets das allerneueste Modell zu tragen, können viel Geld sparen, wenn sie einen aktuellen Schuh kaufen, kurz bevor er aus den Regalen verschwindet. Wer grundsätzlich immer zum selben Laufschuh greift, sollte sich auch im Internet umsehen. Hier versammeln sich viele Anbieter, und Preisnachlässe im Bereich von über fünfzig Prozent sind keine Seltenheit.