12 März 2012 ~ Kommentare deaktiviert für Pendlerpauschale erhöhen

Pendlerpauschale erhöhen

Der ADAC rechnet vor, inwieweit die Preise für Benzin und andere Kraftstoffe gestiegen sind: Kostete der Liter Super im Februar 2011 noch 1,496 je Liter, ist er jetzt auf neuem Rekordhoch von 1,67. Tendenz steigend. Das gilt für alle Kraftstoffe.

Die Gesellschaft wird immobil

Angesichts dieser Preissteigerungsraten warnt der ADAC vor einer immobilen Gesellschaft. Viele können sich ein eigenes Auto nicht mehr leisten. In den ländliche Regionen wird zudem der Einsatz von Fahrzeugen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs immer seltener, in den Schulferien geht er mancherorts fast vollständig zurück. Die Folge: Mehr und mehr Menschen müssen bleiben, wo sie sind. Um dem entgegen zu wirken, fordert Peter Meyer, Präsident des ADAC, eine drastische Erhöhung der Entfernungspauschale.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) schlägt eine andere Alternative vor, die ähnlich wirksam wäre. Ist die Erhöhung der Pendlerpauschale von derzeit 30 auf dann 40 ct nicht möglich, soll die Benzinsteuer drastisch gesenkt werden, so Verbands-Präsident Mario Ohoven gegenüber der „Bild“.

Der schwache Euro trägt einen Teil der Schuld

Neben vielen anderen Gründen sei der derzeit schwache Euro an dem Debakel zumindest mitschuldig. Zwar sind auch die Rohölpreise gestiegen, doch die fallende Währung bringt eine weitere, indirekte Erhöhung der Kosten. Die Mineralölkonzerne halten sich schadlos, indem sie die Kosten auf den Verbraucher umlegen. Die Regierung ist ebenfalls Nutznießer der Vorgänge. Immerhin steigen mit jeder Preiserhöhung an den Tankstellen auch die Einnahmen aus der Benzinsteuer. So hat jeder etwas davon mit Ausnahme des Autofahrers. Hier ist dringend ein Ausgleich fällig. Sonst kommt es, wie der ADAC vorhersagt: Deutschland, eine immobile Gesellschaft.

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