01 Juni 2009 ~ Kein Kommentar

Die häufigsten Fragen zum Thema Bausparen

Was passiert eigentlich, wenn man während der Laufzeit kein Geld mehr hat?
Davor haben viele, die bauen möchten, die größte Angst: Während der Ansparphase des Bausparvertrags gibt es plötzlich einen finanziellen Engpass. Was ist zu tun? Zunächst einmal ist das kein Grund zur Panik. Hier gilt es, so schnell wie möglich ein Gespräch mit der Bank zu führen. In der Regel ist es möglich, mit der Andienung eine Zeit lang auszusetzen. Dabei entsteht für den Vertragsinhaber aber kein Nachteil.Gibt es unter Umständen auch eine staatliche Förderung?
Die gibt es. Wer im Jahr weniger als 25.600,- Euro verdient, hat Anspruch auf eine so genannte Wohnungsbauprämie. Wer verheiratet ist, bekommt sogar das Doppelte des Einlagenhöchstbetrags. Eine andere Möglichkeit ist, die Arbeitgebersparzulage zu beantragen. Das ist aber nur möglich, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht mehr als 17.900,- Euro im Jahr beträgt. Wenn das der Fall ist, dann überweist der Arbeitgeber die vermögenswirksamen Leistungen in den Bausparvertrag.

Ist es möglich, den Bausparvertrag vor Laufzeitende kündigen?
Es ist natürlich möglich den Bausparvertrag auch vorzeitig zu kündigen. Dabei ist jedoch eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten. Danach erhält man das aufgelaufene Guthaben und die angefallenen Zinsen ausbezahlt. Wenn man die Kündigungsfrist allerdings nicht einhalten kann, müssen Vorschusszinsen entrichtet werden, deren Höhe sich gewöhnlich auf 1% pro Monat beläuft.

Gibt es ein Risiko bei den Einlagen?
Die deutschen Bausparkassen unterliegen sehr strengen gesetzlichen Vorschriften. Durch diese Gesetze und Vorschriften ist mit einem Verlust der Einlagen nicht zu rechnen. Und das gilt auch für einen Anspruch aus den zinsgünstigen Baudarlehen.

Was passiert, wenn doch nicht gebaut werden soll?
Wer nach dem Ablauf der sieben Jahre nicht mehr bauen oder eine Immobilie kaufen möchte, der kann das Guthaben auch für andere Zwecke verwenden, nur ist eine solche Alternative nicht besonders ratsam. Und das hat seinen Grund: Die eventuell schon angelaufene Wohnungsbauprämie entfällt, denn dazu müsste eine wohnwirtschaftliche Verwendung nachgewiesen werden. Dementsprechend müsste diese in einem solchen Falle zurückbezahlt werden.

Wie viel Geld muss ich ansparen, damit ich das günstige Baudarlehen in Anspruch nehmen kann?
Wenn man bereits ein konkretes Bauprojekt vor Augen hat, ist es sinnvoll, wenn die Bausparsumme etwa 30 – 40% der gesamten Baukosten ausmacht. Falls der Bausparvertrag für die Ablösung eines teureren Kredites gedacht ist, muss die Bausparsumme natürlich mit dem kompletten Finanzierungsbedarf übereinstimmen. Wenn man nur für die Zukunft vorsorgen möchte und noch kein konkretes Hausprojekt plant, sollte man sich einfach daran orientieren, wie viel man monatlich in der Lage ist zu sparen.

Was kostet eigentlich ein Bausparvertrag?
Die Kosten für einen Bausparvertrag entstehen in der Regel aus der Abrechungsgebühr. Diese beträgt 1 bis 1,5% der eigentlichen Bausumme, also die Summe, die sich aus dem Bausparguthaben und dem am Ende der Laufzeit zur Verfügung stehenden Darlehen zusammensetzt. Es gibt zwei Möglichkeiten diese Gebühr zu bezahlen: Entweder sie wird mit den ersten Einlagen verrechnet, oder sie wird direkt zu Beginn bezahlt. Es ist aber auch möglich, sie über die gesamte Vertragslaufzeit abzurechnen.

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