15 September 2009 ~ Kein Kommentar

Berufsunfähigkeit: Es trifft immer mehr Menschen

Über eine Berufsunfähigkeit machen sich die meisten Menschen keine Gedanken, schon gar nicht in jungen Jahren. Wer gesund und fit ist, glaubt nicht daran, dass er von heute auf morgen seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Die gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten sind in der Regel nicht ausreichend für eine wirkliche Absicherung. Besonders nach den Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre ist es sehr schwierig geworden, überhaupt noch eine solche Rente zu erhalten.

Deswegen ist der frühzeitige Abschluss einer guten Berufsunfähgkeitsversicherung unverzichtbar. Dabei sollte auf eine ausreichende Auszahlungssumme im Versicherungsfall geachtet werden, die eine etwaige Lücke gut ausfüllen kann. Dies treibt allerdings je nach Alter den Versicherungsbeitrag nach oben. Daher sollte genau berechnet werden, welcher Finanzbedarf im Fall der Fälle wirklich realistisch ist.

Besonders wichtig ist, dass der Vertrag kundenfreundlich abgefasst ist. So sollte unbedingt vermerkt sein, dass der Versicherer bei Berufsunfähigkeit unabhängig vom Alter darauf verzichtet, auf einen anderen Beruf zu verweisen, in dem der Versicherte theoretisch noch arbeiten könnte. Auch ein rascher Rentenbezug nach Eintritt der Berufsunfähigkeit ist wünschenswert, da im Krankheitsfall der Finanzbedarf durch erhöhte Kosten für Medikamente und nicht erstattungsfähige ärztliche Behandlungen stark ansteigen kann.

Die Berufsunfähigkeit sollte bereits bei kurzfristigen Krankheitsprognosen anerkannt werden. In der Praxis soll das bedeuten, dass die Prognose eines Arztes für voraussichtlich sechs Monate ausreicht. Gerade die gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten durchlaufen sehr langwierige und komplizierte Prüfungsverfahren. Umso wichtiger ist es, dass eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schnell einspringt. Die finanziellen Einbußen bei längerer Erkrankung schlagen nach Ablauf von Lohnfortzahlung und Krankengeld extrem zu Buche.

Eine rückwirkende Zahlung sollte ebenfalls möglich sein. Viele Krankheitsverläufe sind besonders zu Beginn einer Erkrankung noch nicht eindeutig zu bewerten. Stellt sich später heraus, dass die eigentliche Berufsunfähigkeit schon vor der definitiven Feststellung eingetreten ist, sollte der Versicherer bis zu drei Jahren rückwirkend zahlen.

Chronische Erkrankungen oder andere Gesundheitsschäden können schneller eintreten als gedacht. Daher ist zu beachten, dass eine Versicherung natürlich vor Eintritt einer solchen Erkrankung erfolgen muss. Ist die Berufsunfähigkeit erst einmal eingetreten, kann man sich nicht im Nachhinein dagegen versichern. Experten halten diese Versicherung angesichts unklarer Perspektiven bei den Renten für absolut notwendig.

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